Die bevorstehende Platzierung der Telekom-Aktie könnte "einen Schwung neuer österreichischer Aktionäre" auslösen. Dieses Ziel sei erreichbar, sagte der Präsident des Aktienforums, Hellmut Longin, am Mittwoch bei der Präsentation einer Umfrage unter 307 privaten Aktienbesitzer, die das Meinungsforschungsinstitut Fessel-GfK gemacht hat. Die österreichischen Privataktionäre würden langfristig denken. Sie beobachteten das Geschehen kritisch. Sie würden sich über verschiedenste Kanäle informieren. Sie bevorzugten größtenteils gemischte Portfolios. Der Österreicher sei ein mündiger Aktionär, hieß es. Für 83 Prozent der Befragten ist die größte Motivation für den Besitz von Aktien die Aussicht auf einen langfristig überdurchschnittlichen Wertzuwachs. 74 Prozent wollen ihr Anlagekapital vermehren, 59 Prozent betrachten Aktien als Zukunfts- und Pensionsvorsorge. Um kurzfristige Gewinne geht es 45 Prozent der Befragten. So legen etwa 85 Prozent der Aktionäre ihr Geld auf Sparkonten an, 54 Prozent in Investmentfonds, jeweils 51 Prozent in Immobilien und Vorsorgeinstrumente, 47 Prozent in Anleihen und 24 Prozent in anderer Form. Der österreichische Aktionär setzt laut Umfrage auf eine gute Mischung: 50 Prozent haben in ihrem Portfolio Aktien von österreichischen und ausländischen Unternehmen. 38 Prozent sind Patrioten mit ausschließlich inländischen Aktien und nur elf Prozent bevorzugen ausländische Unternehmen. Sicherheit ist ein wichtiges Kriterium. Nur acht Prozent investieren in riskante Wachstumswerte, wohingegen 59 Prozent große, traditionelle Blue-Chips bevorzugen. (um)