Wien - Schneller als erwartet dürfte die GSM-Technologie überholt sein. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Arthur D. Little (ADL)-Tochter c-quential werden bereits 2005 die Hälfte aller Mobilfunk-Umsätze über die neue UMTS-Technologie erzielt werden. Bis sich UMTS jedoch auch auf Kundenseite etabliert, werde es jedoch noch ein wenig länger dauern: Erst im Jahre 2008 wird laut c-quential die Hälfte der Kunden in UMTS-Netzen telefonieren. Grund dafür ist laut c-quential die hohe Zahl der Wertkarten-Handies. Da diese nur gering an den Umsätzen der Mobilfunkbetreiber beteiligt seien, werde diese Kundengruppe als letzte von UMTS-Betreibern umworben werden, so das Consulting-Unternehmen. Dennoch werde mit dem Vordringen von UMTS die Rentabilität der bestehenden GSM-Netze deutlich geschmälert. Datendienste, wie mobiles Internet, SMS oder E-Mail würden ab 2005 den UMTS-Mobilfunk dominieren. Die Sprachtelefonie, wesentlicher Bestandteil der GSM-Telefonie, werde hingegen ab 2005 auf 42 Prozent des Umsatzes zurückgehen, so das Ergebnis der Studie, die unter 200 führenden Netzbetreibern, Telekom-Ausstattungsfirmen, Investmentbanken und anderen Telekom-nahen Unternehmen aus 16 Ländern durchgeführt wurde. (APA)