Paris - Die französische Kommunikationsgesellschaft France Telecom hat 500 Kunden in Paris und Toulouse versuchsweise mit einem "Webphone" ausgestattet. Es handelt sich dabei um einen Terminal mit Video, Tastatur und Telefon, der gleichzeitig den Zugang zum Internet, dem Minitel-Bildschirmtext und dem Telefon ermöglicht. "Wir wollen jenen Franzosen den Internet-Zugang ermöglichen, die keinen PC besitzen", erklärte Projektleiter Philippe-Etienne Zermizoglou die Initiative. Die "Webphone"-Geräte wurden von Alcatel und Matra hergestellt, die Software wurde von France Telecom in Zusammenarbeit mit IBM ausgearbeitet. Die Terminals verfügen über ein Modem und schließen sich automatisch an die Telecom-Web-Seite "Voila" an. Die versuchsweisen Benützer zahlen nur die Telefonspesen. France Telecom ist sich noch nicht im klaren, wie der Dienst künftig rentabilisiert werden soll. Neben der Bezahlung eines Abonnements besteht auch die Möglichkeit, das Projekt durch Werbeannoncen im Web-Fenster zu finanzieren oder die einzelnen Dienstleitungen in Rechnung zu stellen. In Reaktion auf den harten Konkurrenzkampf der Internet-Provider hat France Telecom überdies beschlossen, die Preise ihres Providers Wanadoo zu senken. Der unbefristete Internet-Zugang kostet nunmehr 75 Franc (11,4 Euro/157,3 S) anstatt 95 Franc im Monat, der abonnementfreie Zugang Wanadoo Illico kostet 45 Centimes die Minute anstatt 85 Centimes. France Telecom ist gegenwärtig mit 760.000 Abonennten landesweit der erste Internet-Provider. (APA)