Wien - Der Vorstand der Trigon Bank, Wien, meldete am Montag, dass mit 27. Oktober 2000 die Eigenmittel um 93 Mill. S auf rund 200 Mill. S aufgestockt worden seien. "Damit sind nach Ansicht des Vorstandes ausreichend Eigenmittel und Liquidität für die Fortführung des Bankbetriebs gegeben". Vorstandssprecher Heinz Reinisch sagte zur APA, dass beim Finanzministerium die Aufhebung des Bescheids beantragt wurde, mit dem der Bankbetrieb untersagt wurde. Für die Eigenmittelzufuhr würden Aktionäre aus dem bisherigen Eigentümerkreis Aktien zeichnen, sagte Reinisch. Er nannte dazu u.a. Robinco und die PLES Handelsgesellschaft. Sie hätten sich zur Zeichnung verpflichtet. "Liquidität hätte auch vorher ausgereicht" In den Augen des Trigon-Managements hätte auch vorher die Liquidität ausgereicht. Eine Insolvenzgefahr hätte nicht bestanden. Das Ergebnis der Bank werde heuer "in etwa ausgeglichen" sein. Die Bank beschäftige zur Zeit 24 Mitarbeiter. Den Stand der Spareinlagen bezifferte Reinisch mit rund 400 Mill. S, das Kreditvolumen mit 700 Mill. S. Zu den Behördenangaben, die Bank sei jetzt ein Fall für die Einlagensicherung, sagte der Trigon-Vorstand: "Wir machen keinen Einlagensicherungsfall geltend". Weitere Geldzufuhr verhandelt Wie der Vorstand der Wiener Trigon Bank am Montag weiter mitteilte, würden über die jetzige Eigenmittelaufstockung hinaus derzeit "vielversprechende Verhandlungen über eine weitere namhafte Eigenmittelzuführung geführt". Mit Ergebnissen sei in den nächsten Wochen zu rechnen. Die Forderungen gegenüber der ungarischen Postabank seien durch eine Vergleichsvereinbarung abgesichert, hieß es in der Bankmitteilung. Bei den Außenständen der tschechischen Komercni Banka gegenüber der Trigon Bank bestünden "einwandfreie Garantien" und "keine Einwände des Schuldners". Jedoch würden diese Forderungen von der Komercni Banka, die in einen Betrugsfall verwickelt sei, "derzeit nicht beglichen". (APA)