Calgary/Alberta - Einem internationalen ForscherInnenteam der Universität Calgary ist es gelungen, ein Gen als Verursacher von Sehstörungen zu erforschen. Die Entdeckung erklärt, wie es durch eine Funktionsstörung der Augennerven zu Nachtblindheit und Kurzsichtigkeit kommt. Mutiertes NYX In der Studie wurden 22 Familien in Nord-Amerika und Europa untersucht, die unter einer bestimmten Art der Sehstörung, der so genannten angeborenen bestehenden Nachtblindheit (CSNB) litten. Durch die DNA-Analysen von 250 Personen entdeckten die ForscherInnen bei jedem von ihnen nicht nur das Gen NYX, sondern auch die mutierte Form. Das NYX-Gen produziert ein Protein, das so genannte Nyctalopin. Dieses ist wesentlich für die Übertragung von visuellen Signalen im Auge. Die Übertragung spielt eine entscheidende Rolle, wie spezifisch sich Nervenzellen verbinden. Ist das NYX-Gen mutiert, produziert es ein defektes Nyctalopin, das zu Funktionsstörungen in der Übertragung von Licht-Signalen in der Retina führt. Diese Störungen verursachen bei Menschen mit einer angeborenen Nachtblindheit Sehprobleme, die zur vollständigen Blindheit führen können. (pte)