Wien - Erste Preisträgerin des von der Literaturzeitschrift "kolik" von nun an jährlich vergebenen und mit 100.000 Schilling dotierten "Kolik Literatur Preis" ist die 29jährige, in Berlin lebende, Salzburger Autorin Kathrin Röggla. Das teilte die von Gustav Ernst und Karin Fleischanderl herausgegebene österreichische Literaturzeitschrift am Donnerstag in einer Aussendung mit. "Kathrin Röggla schreibt eine junge, avancierte urbane Literatur. Empfänglich für die Illusionen, Irritationen und Sehnsüchte ihrer Generation, gelingt es ihr, den gängigen Jargon zu einem unverwechselbaren Sound zu verdichten. Kathrin Röggla fängt den Zeitgeist ein, ohne selbst zeitgeistig zu sein", heißt es in der Preisbegründung. Kathrin Röggla, 1971 in Salzburg geboren, studierte Germanistik und Publizistik und lebt seit 1992 in Berlin. Sie schreibt Belletristik, verfasst aber auch Hörspiele und Hypertexte. Das Überschreiten von Genregrenzen und medialen Grenzen kennzeichnet ihre Arbeit. 1995 erschien im Residenz-Verlag ihr erstes Buch, "Niemand lacht rückwärts", in diesem Jahr erhielt sie auch den Reinhard-Priessnitz-Preis für junge AutorInnen. Es folgten die Bücher "Abrauschen" (1997) und "Irres Wetter" (2000), ein Text der auch auf CD im audiobuch Verlag erschienen ist. Die 1998 von den ehemaligen "Wespennest"-Mitarbeitern Gustav Ernst und Karin Fleischanderl gegründete Literaturzeitschrift "kolik" will mit der von der Redaktion vergebenen Auszeichnung junge deutschsprachige Autoren und Autorinnen würdigen (Höchstalter 35 Jahre), die am Beginn ihrer literarischen Tätigkeit stehen und bereits mit Publikationen an die Öffentlichkeit getreten sind. (APA)