Washington/Moskau - US-Präsident Bill Clinton hat Israel und die Palästinenser aufgefordert, sich durch den Anschlag in Jerusalem nicht von ihrem Willen zur Beendigung der Gewalt abbringen zu lassen. Er erwarte von beiden Seiten, dass sie nach vorne schauten und der Gewalt einen Ende bereiteten, sagte Clinton am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Es ist nun Zeit für jene, die an den Frieden glauben, diese Gewalt gemeinsam zu stoppen und gegen Terroristen vorzugehen." Bei dem Bombenanschlag im Zentrum von Jerusalem waren am Donnerstagnachmittag zwei Menschen getötet worden. Nach Angaben des stellvertretenden israelischen Verteidigungsministers Ephraim Sneh bleibt das in der Nacht zum Donnerstag vereinbarte Waffenstillstandsabkommen trotzdem in Kraft. Ein Sprecher der israelischen Regierung sagte am späten Nachmittag, Vertreter von Israelis und Palästinensern hätten ihre Baratungen über die Formulierung einer Erklärung zur Waffenruhe fortgesetzt. Arafat soll sich von Radikalen distanzieren US-Außenministerin Madeleine Albright forderte Palästinenser-Präsident Yasser Arafat auf, sich von den militanten Gruppe wie Hamas und Islamischer Jihad zu distanzieren. Arafat müsse alles tun, um die Gewalt unter Kontrolle zu bekommen. Bei einem Besuch der Vereinten Nationen in New York sagte Israels amtierender Außenminister Schlomo Ben-Ami, das Attentat beweise, dass Arafat "terroristischen Handlungen grünes Licht" gegeben habe. Israel werde sich an die Waffenstillstandsvereinbarung halten. Auch die Palästinenser müssten die Beschlüsse umsetzen. Moskau : Schlag gegen die Friedensbemühungen Washington Die Regierung in Moskau vereurteilte hat den Autobombenanschlag in Jerusalem mit zwei Todesopfern als Schlag gegen die Bemühungen um Stabilität in der Region schärfstens. Dieser "unbesonnene Schritt" ziele offensichtlich darauf ab, die israelisch-palästinensische Vereinbarungen zur Stabilisierung der Lage in den Palästinenser-Gebieten zum Scheitern zu bringen, zitierte die Agentur Interfax am Donnerstagabend aus einer Erklärung des russischen Außenministeriums in Moskau. Die Konfliktparteien wurden zu "maximaler Zurückhaltung" aufgerufen. Sie sollten sich "nicht von denen provozieren lassen, die weiteres Blutvergießen anstreben".(APA/dpa)