Wien - Die Überprüfung von Haftgründen gegen die beiden Wiener FPÖ-Abgeordneten Hilmar Kabas und Michael Kreißl wird in der Beilage zum Auslieferungsantrag des Landesgerichts Wien gegen die beiden Mandatare angeregt. Dabei handelt es sich um einen Bericht der Wirtschaftspolizei an die Staatsanwaltschaft. Die entsprechenden Passagen im Wortlaut: "Zum Nachweis dieses Informationsflusses und der tatsächlichen Kontaktaufnahme wird angeregt für sämtliche Anschlussnummern Beschlüsse zur Rufdatenrückerfassung für die gesamte Erfassungszeit beim Landesgericht für Strafsachen Wien zu beantragen. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass bei Mag. Kabas und Kreißl nach den erhobenen Umständen der dringende Verdacht der Begehung strafbarer Handlungen, die mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bedroht sind, besteht. Darüber hinaus besteht bei Beiden als nach den Erhebungen zentraler Initiatoren auch im Hinblick auf ihre öffentliche Funktion und die dadurch bewirkte Betroffenheit durch den dargelegten dringenden Verdacht die Gefahr der Verabredung aber auch Verdunkelung. Dies wird insbesondere durch protokollarisch noch nicht festgehaltene Angaben des Kleindienst (siehe Aktenvermerk bezüglich Angaben vom 16.10.2000) unterstützt, wonach Kreissl (Der ursprünglich angeführte Name 'Kleindienst' ist durchgestrichen, 'Kreissl' ist handschriftlich ergänzt, Anm.) ein Treffen mit Beteiligten offenbar zur Absprache einberufen und vermutlich teilgenommen hat. Es wird daher angeregt, die dargelegten Haftvoraussetzungen einer Prüfung zu unterziehen."(APA)