Die Cyberspekulanten reagierten sehr feinfühlig auf jede neue Nachricht aus dem Internet. Der über weite Strecken des US-Wahl-Marktes führende Al Gore konnte aber bei der Mehrzahl der Bush-Aktionäre kein weiteres Kaufinteresse erzeugen. Ebenso sah die Mehrzahl der Gore-Aktionäre keinen Grund diese Aktien abzustossen. Vorsichtigere Händler legten sich buchstäblich in letzter Sekunde noch auf einen Kandidaten fest und verkauften die Aktien des anderen Kandidaten. Die letzten Cashreserven wurden für die Aktien des jeweiligen Favoriten aufgeboten. Der Markt war deshalb bis zum Schluss so spannend wie die laufende Auszählung der Stimmen in Florida. Entgegen dem Trend der amerikanischen Meinungsumfragen hat die Wahlfieber-Community den knappen Ausgang der Präsidentschaftswahl richtig erkannt. Die Kurse sind gegen Marktende nicht in dem Ausmass gestiegen, wie es für die eindeutige Favorisierung eines Kandidaten zu erwarten ist. Die Trader sind bei ihrer Meinung geblieben.