Los Angeles - Der enorme wie enorm spekulative Promotionsaufwand, der in den vergangenen Wochen rund um "Charlie's Angels" , das Remake des TV-Klassikers der Siebziger Jahre, gemacht wurde, hat sich zumindest am ersten Wochenende gelohnt: Nach der groß aufgezogenen Premiere am Freitag wurden die Top Ten mit 40 Millionen Dollar Einspielergebnis überlegen plattgewalzt. Eine Beurteilung darüber, ob Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu hinsichtlich Breitenwirkung Farah Fawcett & Co. das Wasser reichen können, steht freilich noch aus, über die Frage, ob sie für ein zeitgemäßes Frauenbild auch nur ein wenig beitragen können, sowieso. Der letztwöchige Topfilm "Meet the Parents" mit Robert de Niro und Ben Stiller folgt da schon mit Respektabstand. Zweiter kometenhafter Neueinstieg auf Platz drei ist der neueste Film von Robert Redford, "The Legend of Bagger Vance" , in dem Matt Damon einen Golfspieler mit harnäckiger Form- und Sinnkrise spielt, dem erst ein von Will Smith gespielter Caddy mit mythischer Ausstrahlung helfen kann. Eine scheint's sehr harmonieverliebte, schön gefilmte "Feel Good"-Sache mit begrenzten Aussichten auf dem außeramerikanischen Markt.
  1. (*) Charlie's Angels - $40.5 Mio - Columbia
  2. (1) Meet the Parents . $13.1 Mio - Universal
  3. (*) The Legend of Bagger Vance - $12.0 Mio - DreamWorks
  4. (3) Remember the Titans - $7.0 Mio - Touchstone
  5. (2) Book of Shadows: Blair Witch 2 - $5.3 Mio - Artisan
  6. (4) Bedazzled - $4.7 Mio - Twentieth Century Fox
  7. (5) Pay It Forward - $4.4 Mio - Warner
  8. (6) The Little Vampire - $3.5 Mio - New Line
  9. (7) Lucky Numbers - $2.2 Mio - Paramount
  10. (9) The Legend of Drunken Master - $1.6 Mio - Miramax
Die Zahlen sind am Sonntag veröffentlichte Verleihschätzungen für das Wochenende, die in der Regel hinreichend genau sind. In Klammern stehen die Platzierungen der letzten Woche, ein Stern steht für einen Neueinstieg. (Reuters/hcl)