Zaha Hadid Eine ganze Fülle künftiger Planungsfragen versucht der Kongress "Zukunft der Städte" in Wien zu beantworten, der heute mit prominenten Referenten in den zweiten und letzten Tag geht. Aus London kommt etwa Zaha Hadid. Die Stararchitektin mischt nicht nur als einzige und erste Frau die Architektenweltspitze auf, sondern zeigt mit Projekten wie u. a. dem geplanten Wohnhaus in Wien-Spittelau, dass Städtebau nicht mit der Konzeption wichtiger Straßenzüge, sondern mit der Belebung der unteren Geschoßzonen der großen Stadtblöcke beginnt. Die Architektur dürfe keine Barriere bilden, meint die gebürtige Iraki, sondern müsse von städtischem Leben durchpulst und beatmet werden. Hadids Formensprache ist dekonstruktivistisch, ihre Architektur wird oft als aggressiv empfunden und lässt sich mit rasanten Auskragungen und Schrägen auch technisch nur schwer umsetzen, weshalb realisierte Hadids Mangelware sind. Der größte Verdienst der Architekturdiva bleibt derweilen ihr radikales Vordenken in neue, aufregende Bereiche der Architektur. (uwo)
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