Berkeley - Eine Forschergruppe um E. E. Haller an der University of California hat einen Blick ins Innere von Halbleitern geworfen und dabei Überraschendes entdeckt. Sie stellten fest, dass sich die Antimonatome der Halbleiterverbindung Galliumantimonid tausendmal langsamer bewegen als Galliumatome. Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zu bisherigen Messungen. Auch aus dem Diffusionsverhalten anderer Halbleiterverbindungen war es nicht zu erwarten. Galliumantimonid wird bei Infrarot-Lasern, Photodetektoren, Nachtsichtgeräten, Solarzellen und einigen besonderen Transistoren verwendet. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Silizium, Galliumarsenid und Indiumphosphid, die meist bei Lasern und extrem schnellen Telekommunikationsgeräten eingesetzt werden, handelt es sich hierbei allerdings um Nischenanwendungen. Studien zur Bewegung von Atomen innerhalb technologisch wichtiger Materialien wie Halbleiter sind deshalb für Ingenieure von großer Bedeutung, weil dadurch reinere Kristalle für hochentwickelte Elektronik hergestellt werden können. ( Nature , red)