Philadelphia - Forscher des Children’s Hospital of Philadelphia haben ein Verfahren entwickelt, das eine Gentherapie für beschädigte Herzarterien ermöglichen soll. Unter Umständen könnte so auch die zugrundeliegende Herzerkrankung behandelt werden. Diese Gene würden mittels eines Stent zu den Arterienwänden transportiert. Diese winzigen Metallgerüste werden normalerweise implantiert, um die verengten Blutgefäße wieder zu dehnen. Bei Zellkulturen und Schweinen wurden die Gene bereits erfolgreich in die Zellen der Arterienwände eingebracht. Der wissenschaftliche Leiter Robert J. Levy betonte, dass dieses Verfahren der erste Versuch sei, bei einem Tiermodell ein Stent für den Transport von DNA zu verwenden. Bei herkömmlichen angioplastischen Operationen verursacht der Stent derzeit bei rund 30 Prozent der Patienten Verletzungen der Arterienwände. Diese Verletzungen führen zu einem gesteigerten Zellwachstum, das weitere Komplikationen verursachen kann. Nature Das neue Verfahren setzt ein Gen oder eine Kombination von Genen frei, die durch eine Kontrolle des Zellwachstums die Gefäßwände vor Verletzungen schützen. Die DNA wird über einen biologisch abbaubaren Film, der den Stent auskleidet, positioniert. Diese Technik ermöglicht einen gezielten Einsatz mit entsprechend geringen Nebenwirkungen. Weitere Forschungen werden laut Levy notwendig sein, um jene Gene zu identifizieren, die am besten geeignet sind. Die Erfolge bei Tierversuchen zeigten jedoch, dass dieses Verfahren erfolgreich angewandt werden kann. (pte)