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Berlin - Die deutschen Grünen haben am Mittwoch ihr Konzept für die Einwanderung von Ausländern nach Deutschland vorgelegt. Die kleine Regierungspartei kam damit dem großen Koalitionspartner, der SPD, zuvor. Die rot-grüne Regierung will Neuregelungen in Angriff nehmen, sobald im nächsten Jahr eine Kommission Empfehlungen dafür gemacht hat. Das Vorhaben soll möglichst vor der nächsten Bundestagswahl 2002 erledigt werden. Die Parteichefin der Grünen, Renate Künast, und die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Kerstin Müller, erläuterten das neue Konzept in Berlin. Es basiert auf einem Drei-Säulen-Modell. Damit sollen Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen, Asyl und Zuzug auf Grund von humanitären Aspekten zusammengefasst werden. Gesamtquote "zu starr und unflexibel" Einwanderung solle gestaltet und gesteuert, das Asylrecht erhalten und die Integration gefördert werden, betonten sie. Die Grünen sprechen sich gegen eine Gesamtquote für den Zuzug aus. "Das wäre zu starr und zu unflexibel", sagte Müller. Nach ihren Worten braucht Deutschland "aus wirtschaftlichen Gründen mehr Einwanderung als in den vergangenen Jahren". Ohne Ausländer könne der Fachkräftebedarf nicht gedeckt werden. Einwanderung müsse außerdem aus politischen und humanitären Gründen gewährt werden. (APA/dpa)