Wien - Seit mehr als 40 Jahren verhüten Frauen in Österreich mit der "Pille". Ab Freitag ist die neue Mikropille "Mirelle" der Pharmafirma Schering am Markt. Laut Schering steht damit die weltweit niedrigst dosierte Antibabypille zur Verfügung. "Dank der niedrigen Hormondosis von 15 Mikrogramm Östrogen und 60 Mikrogramm Gestagen ist eine bessere Verträglichkeit zu erwarten, trotzdem ist das Verhütungsmittel verlässlich", sage Univ. Prof. Dr. Doris Gruber von der Universitätsfrauenklinik für Frauenklinik am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Neues Einnahmeschema Neu sei auch das Einnahmeschema, so Gruber. "Statt wie bei den üblichen europäischen Pillen, die 21 Tage eingenommen werden und dann eine siebentägige Pause eingelegt wird, muss 'Mirelle' 28 Tage durch genommen werden." Dabei seien 24 aktive Tabletten und vier Placebo in einer Packung, sagte die Medizinerin. "Diese Pause führte oft zu Fehlern und dadurch zu ungewollten Schwangerschaften." "Neben der Verhütung werden Menstruationsblutungen regelmäßiger und schwächer, das Hauterscheinungsbild bessert sich und bestimmte gynäkologischen Erkrankungen treten seltener auf", erklärte Gruber. Bei "Mirelle" seien durch die geringe Hormondosis typische Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Brustspannen sowie der Einfluss auf das Körpergewicht seltener, so die Ärztin. "Mirelle" ist rezeptpflichtig und als ein mal 28 (für 148 Schilling) und drei Mal 28 Stück-Packung (419 Schilling) verfügbar. (APA)