Linz - Aus Anlaß des offenen Schädelbruchs, den ein Jugendlicher bei einer rituellen "Mensur" bei einer "schlagenden" Studentenverbindung in Innsbruck erlitten hatte, fordert die Sozialistische Jugend Linz in einer Aussendung das sofortige Verbot derartiger "Männlichkeitsrituale". "Wie können Rituale erlaubt sein, die schwere Körperverletzung und bleibende Narben zum Ziel haben? Duelle sind ja schließlich auch verboten", formuliert der Linzer Vorsitzende Leonhard Dobusch die Empörung. Betreffend der Mensur komme das Verhalten der Verbindungsmitglieder dem von Mitgliedern religiöser Sekten gleich. Angesichts derartiger Rituale ist es für Dobusch nicht verwunderlich, dass Frauen von Verbindungen ausgeschlossen sind: "Bei soviel Männlichkeit wie bei einer Mensur ist für Weiblichkeit einfach kein Platz mehr!" (red)