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Foto:APA/Artinger
Linz/Wien - Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Klaus Liebscher, fordert Europa zu strukturellen Reformen und einer besser koordinierten Wirtschaftspolitik auf, damit in Europa die Substanz der "New Economy" gestärkt werden kann. Wie Liebscher bei einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer Oberösterreich sagte, muss im Euroraum noch energischer versucht werden, vorhandene Rigiditäten auf den Arbeits-, Güter- und Dienstleistungsmärkten zu beseitigen. Zukünftsträchtige Wirtschaftssektoren müssten durch liberale Bedingungen und einem leichteren Zugang zur Forschung gefördert werden. Dazu gehöre auch ein Abbau der Bürokratie sowie eine höhere Effizienz der Finanz- und Risikokapitalmärkte. Mit diesen Maßnahmen könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Eurogebietes, Wachstum und Beschäftigung nachhaltig gesichert werden. Der Euro ist nach Ansicht Liebschers unterbewertet. Neben realwirtschaftlichen Fundamentaldaten spielten auf den internationalen Finanzmärkten auch psychologische Faktoren eine wesentliche Rolle. Der OeNB-Gouverneur hält es daher für äußerst wichtig, dass die Europäische Zentralbank (EZB) unabhängig von politischen Einflüssen auftrete und ihr Ziel der stabilen Preise unbeirrt verfolge. (APA)