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New Orleans - Eine US-Studie verheißt Menschen, die mit einem Spenderherz leben, künftig mehr Lebensqualität. Sie zeigt, dass Patienten ihre Medikamente früher als bisher üblich reduzieren können, ohne die gefürchtete Abwehr des Spenderorgans durch ihr Immunsystem zu riskieren. Eines der drei Mittel zur Unterdrückung der Immunkräfte, Prednison, ist für schwere Nebenwirkungen wie Diabetes, Bluthochdruck, einen hohen Cholesterinspiegel, Nierenprobleme, Knochenschwund (Osteoporose) und Grauen Star (Katarakt) bekannt. Der federführende Autor der Studie, Timothy Oaks von der Wake Forest Universität in Winston-Salem, berichtete am Samstag, dass 80 Prozent seiner Patienten innerhalb von zwei Jahren gefahrlos von Prednison abgesetzt werden konnten. Oaks sprach auf einer Tagung von Chirurgen, die einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des weltgrößten Herzkongresses in New Orleans stattfand. Er stützte sich auf das Ergebnis von 57 Transplantations-Patienten seiner Universitätsklinik, die nach dieser Zeit auch ohne das starke Steroid Prednison keine höhere Abwehr- und Infektionsrate hatten als andere Patienten, die das Mittel noch jahrelang weiter einnahmen. (APA/dpa)