Duisburg - Bei der 24. Duisburger Filmwoche, dem Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms, ging der ARTE-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschen Dokumentarfilm am Samstag an Werner Schroeter für sein Porträt "Die Königin" über die Schauspielerin Marianne Hoppe. Er habe den Mythos der Diva nicht nur in atemberaubenden Bildern eingefangen, sondern aufgebrochen, lobte die Jury. Den 3sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm gewann Romuald Karmakar für seinen Film "Das Himmler- Projekt". Darin konstruiert er mit dem Schauspieler Manfred Zapatka eine 1943 in Posen vor SS-Generälen gehaltene Geheimrede Heinrich Himmlers. Gewinnerin des erstmals in diesem Jahr vergebenen Förderpreises der Stadt Duisburg für den besten Nachwuchsfilm ist Branwen Okpako mit ihrem Film "Dreckfresser" über den ersten schwarzen Polizisten Deutschlands. Dieser war zunächst für Werbekampagnen entdeckt worden, später jedoch selbst ins kriminelle Milieu abgerutscht. Der Filmemacherin sei eine dichte Studie über das Leben eines Mannes gelungen, "in dem die Medien immer mehr sehen wollten als nur ihn selbst", urteilten die Juroren. (APA/dpa)