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Kämpfte bis zuletzt vergeblich für die Freilassung Schillings: der Verhandler der philippinischen Regierung Munib Estino

Foto: Reuters
Zamboanga - Zweieinhalb Monaten nach seiner Gefangennahme auf der philippinischen Insel Jolo hat der Amerikaner Jeffrey Schilling nach eigenen Worten jede Hoffnung auf eine Freilassung aufgegeben. Die ihn festhaltenden Moslemrebellen der Organisation Abu Sayyaf würden ihn in Ketten halten und ihn bei Tag wie bei Nacht zum Gehen zwingen, sagte der 24-Jährige in einem Telefoninterview des Senders Radio Mindanao. Es war das erste Lebenszeichen des Amerikaners seit einem Monat. Die philippinischen Streitkräfte führen seit Mitte September eine Offensive gegen die Kämpfer der Abu Sayyaf. "Dank der Gnade Allahs" habe er die Angriffe auf Lager der Abu Sayyaf bisher überlebt, sagte der zum Islam konvertierte US-Bürger. Sehr zu schaffen mache ihm aber eine Infektion im Bein. Schilling gab an, dass er von der Insel Jolo weggebracht worden sei. Jetzt könne er sich auf der Insel Basilan oder auf einer der Tawi-Tawi-Inseln befinden. Schilling war am 31. August beim Besuch eines Abu-Sayyaf-Lagers auf Jolo in die Gewalt der Separatisten geraten. In ihrer Hand befindet sich außerdem noch ein Philippino, der im April zusammen mit einer Gruppe westlicher Touristen von der malaysischen Ferieninsel Sipadan entführt worden war. (APA)