In einer Debatte, die auch tadellos im US-Wahlkampf hätte stattfinden können, diskutierten Manager von Microsoft und Palm über ihre Handhelds. BMW und Volkswagen? Ein Microsoft-Manager meinte, der Palm sei ein guter Organizer mit einem signifikanten Marktanteil aber der Pocket PC sei ein BMW im Vergleich zum Palm als Volkswagen. Palm Chief Competitive Officer Michael Mace konterte mit den Größenverhältnissen: "Den einen kann man in der Tasche tragen," sagt er in Bezug auf die Palm-PDAs, "den anderen kann man auch in der Tasche tragen, aber er zieht einem die Hose runter." PocketPC auch mit runtergelassener Hose Die Microsoft-Seite antwortete darauf mit Bildschirm-Argumenten: "Wer den Bildschirm des Clie (Sonys Palm mit Farbdisplay, Anm.) gesehen hat, wird wahrscheinlich lieber einen Pocket PC verwenden, auch mit runtergelassener Hose," meint Compaq Vizepräsident Ted Clark, der für den Compaq iPaq verantwortlich ist. Campen mit Bett und Kühlschrank Dann veranschaulicht Handspring s Vizepräsident Joe Sipher Handheld-Computer mit Campen: Natürlich wäre es toll, das eigene Bett, einen Kühlschrank und eine Stereoanlage mitzunehemen. Aber bevor man das alles trägt, nimmt man das mit, was man wirklich braucht. Grundsätzlich verschieden sind die Ansichten der beiden Firmen darüber, was die User in einem Handheld eigentlich wollen: Palm glaubt an einfache Benützung und Erweiterbarkeit. Microsoft hingegen hält es für sinnvoll, Multimedia-Features wie MP3-Wiedergabe zu integrieren. (red)