Das nicht erst gemeinte Internet-Angebot eines Schülers aus Norddeutschland für brutales Geldeintreiben "auf russisch" ist auf großes Interesse bei Gläubigern gestoßen. Auf einer Internet-Seite hatten sich vermeintliche Russen damit gebrüstet, Schulden mit Gewalt eintreiben zu können. Diverse Geschäfts- und Privatleute hätten daraufhin versucht, mit den falschen Russen ins Geschäft zu kommen und auch die Experten der deutschen Zeitschrift "Finanztest" seien auf das Angebot gestoßen, heißt es in der jüngsten Ausgabe des Verbraucherblattes. Die Zeitschrift hatte in einer früheren Ausgabe die Internet-Adresse erwähnt. Um tatkräftige Hilfe hätten unter anderem ein Bauunternehmen, eine Hausfrau und eine Beratungsfirma gebeten. Von 1.000 Mark bis zu einer halben Million Mark (7.000 bis 3,5 Millionen Schilling) reichten die Summen, die mit Gewalt zurückgefordert werden sollten, heißt es. Für den Bundesverband deutscher Inkasso-Unternehmen sei dies keine Überraschung. Es gebe häufiger Anfragen nach Geldeintreibern mit härterer Gangart. Es wird aber darauf verwiesen: Strafbar machen sich nicht nur gewalttätige Eintreiber, sondern auch deren Auftraggeber.(APA/dpa)