Der britische Mobilfunkgigant Vodafone Group plc, Newbury, will sich laut einem Vorabbericht der deutschen "Wirtschaftswoche" von seiner österreichischen Mobilfunk-Tochter tele.ring trennen. Vodafone suche "vehement" nach Käufern für den vierten österreichischen Mobilfunkanbieter, berichtete das Magazin. "Die Geschäftsführung von tele.ring wisse nichts von den Verkaufsabsichten von Vodafone", hieß es heute, Mittwoch, bei tele.ring auf Anfrage. "Unserer Ansicht nach ist das ein Gerücht", sagte tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger. 53,8 Prozent Vodafone/Mannesmann hält an tele.ring 53,8 Prozent, je 12,6 Prozent halten ÖBB und Verbund, 21 Prozent gehören dem Stadtwerke-Verbund Citykom. Eine Entscheidung über die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse von tele.ring und Mannesmann 3G, einer Schwesterfirma von tele.ring, die eine österreichische UMTS-Lizenz ersteigert hat, soll laut Sattlberger bis spätestens Jahresende fallen. Derzeit werde noch darüber verhandelt, ob die UMTS-Lizenz tele.ring übertragen werde, die beiden Firmen verschmolzen werden oder eine andere Lösung zur Debatte stehe. Die Gespräche seien noch im Laufen. Mannesmann dementiert Rückzug Mannesmann/Vodafone plane keinen Rückzug aus Österreich, wohl aber eine Neuordnung der Aktivitäten in der Alpenrepublik, sagte Mannesmann-Sprecher Christian Hoppe am Mittwoch, zur APA. Eine zeitliche Frist dafür gebe es nicht, eine Entscheidung werde aber "zügig" gefällt werden. Die Neuordnung stehe im Zusammenhang mit dem Engagement von Mannesmann/Vodafone, eine flächendeckende Präsenz in Europa zu erreichen. (APA/vwd)