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Wien - Die Ölförderung auf unserem Globus wird bereits in wenigen Jahren ihren Höhepunkt erreicht haben und danach wieder sinken, obwohl der Welt-Erdölverbrauch derzeit noch weiter ansteigt. Das Produktionsmaximum dürfte schon zwischen 2002 und 2006 erreicht sein. In den nächsten zehn Jahren wird die globale Erdölförderung um ein Zehntel zurückgehen, außerhalb der OPEC-Förderländer sogar um 20 Prozent, zitierte am Donnerstag der deutsche Energieexperte Werner Zittel von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik in einem Pressegespräch des Österreichischen Biomasse-Verbandes in Wien aus jüngsten internationalen Studien. Aktuelle Verbrauchsprognosen Aktuelle Verbrauchsprognosen ließen erwarten, dass sämtliche nachgewiesenen und noch vermuteten Vorräte nur noch für 27 Jahre reichen, geht man von 33 Mrd. Barrel (je 159 Liter) Verbrauch im Jahr aus. Optimistischeren Schätzungen über eine Reichweite von bis zu 48 Jahren, die von globalen Reserven von 2.500 Mrd. Fass ausgehen, fehle eine solide Datengrundlage, so Zittel. Große Funde, die die Situation grundlegend verändern könnten, seien nicht zu erwarten. Dies erhöhe den Druck, die Verwendung fossiler Energieträger zu reduzieren und verstärkt Bioenergie einzusetzen - auch wegen des Treibhauseffekts. 2000 werde der Erdölverbrauch etwa 28 Mrd. Barrel im Jahr bzw. 77 Mill. Fass (je 159 Liter) pro Tag betragen, bis 2010 sei ein Anstieg auf 32,8 Mrd. Fass oder 90 Mill. Barrel täglich zu erwarten, für 2020 bereits 38,7 Mrd. Fass oder 106 Mill. Barrel pro Tag. Verdreifachung des Ölpreises Die heutige Ölpreis-Krise - eine Verdreifachung des Ölpreises von rund 10 Dollar pro Barrel Anfang 1999 auf gegenwärtig mehr als 30 Dollar pro Fass - sei darauf zurückzuführen, dass die Staaten außerhalb der OPEC auf Grund geologischer Zwänge ihre Produktion nicht mehr in erforderlichem Umfang ausweiten können, hat laut Zittel eine Untersuchung der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH. ergeben. Die weltweiten Ölreserven werden derzeit in namhaften Studien auf zumeist um die 1.050 Mrd. Barrel geschätzt. Die Bandbreite liegt dabei zwischen 827 und 1.113 Mrd. Barrel, wobei Unterschiede zum Beispiel auch daraus herrühren, ob die sogenannten Natural Gas Liquids (NGL) mit berücksichtigt sind oder nicht. (APA)