Frankfurt/Main - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer soll als Zeuge im Prozess um den Terroranschlag auf die OPEC aussagen. Fischer könne möglicherweise Aussagen über die Vorgeschichte des wegen Mordes angeklagten Hans-Joachim Klein machen, sagte der Vorsitzende Richter der 21. Strafkammer, Heinrich Gehrke, am Donnerstag in Frankfurt. Er habe eine Terminanfrage ans Außenministerium gestellt, die bislang noch nicht beantwortet worden sei. Klein und Fischer kennen sich aus gemeinsamen Zeiten der linksorientierten Proteste in Frankfurt. Mit dem Anschlag von Wien, bei dem die Terroristen am 21. Dezember 1975 drei Menschen erschossen haben, wird Fischer nicht in Verbindung gebracht. Bereits am kommenden Dienstag soll der grüne Europa-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit über die gemeinsame politische Vergangenheit mit Klein befragt werden. Die Vernehmung des mutmaßlichen Anführers des sechsköpfigen Terror-Kommandos von Wien, Ilich Ramirez Sanchez alias "Carlos", soll Gehrke zufolge in zwölf Tagen in Paris stattfinden. Dies hätten die französischen Justizbehörden mitgeteilt. Paris hatte sich geweigert, den inhaftierten Carlos für die Zeugenaussage nach Frankfurt zu überstellen. (APA/dpa)