Marktsegmente wie adressierte und unadressierte Mailings, Call Center und interaktive Dienste sorgen für acht Prozent Plus beim Aufwand für Direktmarketing im Jahr 1999 gegenüber 1998, meldet soeben der zuständige Verband DMVÖ. Brancheninternen Berechnungen zufolge wurden 1999 rund 26 Mrd. Schilling (1,89 Mrd. Euro) Aufwendungen im Direktmarketing getätigt, 1998 sollen es rund 24 Mrd. Schilling oder 1,74 Mrd. Euro gewesen sein. Während die Zuwächse in den Bereichen Call Center und interaktive Dienste laut DMVÖ kaum greifbar sind - der Verband geht man von 15 bis 20 Prozent Steigerung aus - können die Steigerungen bei adressierten und unadressierten Werbesendungen relativ verlässlich eruiert werden. Sagt der DMVÖ Aktuelles Zahlenmaterial liefere eine umfassende Erhebung des Direct Marketing Verbandes und der Österreichischen Post AG: Wurde im Jahr 1998 mit adressierter und unadressierter Werbung ein Gesamtvolumen von 14,23 Mrd. Schilling (1,03 Mrd. Euro) erzielt, so verzeichnet die aktuelle Erhebung einen Gesamtaufwand von 14,86 Mrd. Schilling (1,07 Mrd. Euro) für 1999. Das entspricht einer Steigerung von rund vier Prozent oder 622 Mio. Schilling (45,2 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr. DMVÖ-Präsident Ing. Jürgen Menedetter, inzwischen bei der ORF-Gebühreninkassotochter GIS gelandet, lässt zur Entwicklung der Branche verlauten: "Die rasantesten Entwicklungen erleben wir derzeit bei Call Center, Internet und E-Mail Marketing. Das dicke Plus hat allerdings auch Schattenseiten, denn in der gesamten Branche mangelt es an gut ausgebildeten Fachkräften".