Genf – Am kommenden Sonntag tritt das im Juni 1999 von der UNO-Organisation "International Labour Organisation" (ILO) vereinbarte "Internationale Programm für die Abschaffung von Kinderarbeit" (IPEC) in Kraft. 50 der 195 Mitgliedsstaaten der ILO haben das Abkommen bereits ratifiziert. Die Mitgliedsstaaten müssen nun umgehend geeignete Maßnahmen einleiten, um Kinderprostitution, Kinderpornographie, die Zwangsrekrutierung von Kindern für das Militär und den Missbrauch von Kindern für illegale und gefährliche Aktivitäten zu unterbinden.

Wie auch das Internationale Arbeitsamt (IAA) am Freitag in Genf mitteilte, legt das internationale Abkommen ein Schutzalter von 18 Jahren fest. IAA-Direktor Juan Somavia begrüßte dieses "klares Bekenntnis, die verabscheuungswürdigsten Arten von Kindesmissbrauch sofort zu bekämpfen". Das Amt schätzt, dass weltweit 250 Millionen Kinder arbeiten müssen, davon mehrere Dutzend Millionen in Bereichen, die durch das neue Abkommen geächtet sind.

Keine ILO-Konvention ist bisher so rasch ratifiziert worden wie das IPEC-Programm über Kinderarbeit. (APA/sda)