Wien - Das österreichische Softwarehaus Winterheller hegt ehrgeizige Expansionspläne: Zu den Niederlassungen in Deutschland und Holland sollen über weitere Auslandsniederlassungen und Partnerschaften das Geschäft weltweit beleben. Am Auslandsmarkt Nummer eins in Deutschland will Winterheller bis Ende 2002 drei weitere Niederlassungen eröffnen, um von insgesamt fünf Standorten zu agieren. Weiteres Wachstum erwartet sich Unternehmensgründer und Universitätsprofessor Manfred Winterheller durch die Märkte in Großbritannien, Skandinavien sowie in Nord-und Südamerika. Als Begleiter auf dem Expansionsmarathon wünscht sich Winterheller renomierte Partnerfirmen, wie Cap Gemini Ernst & Young Consulting in Österreich.

Am Ende aller Bemühungen sieht steht trotz der derzeitigen ungünstigen Stimmungslage der Börsengang im dritten Quartal 2001 auf dem Plan. Nicht in Wien, sondern der Neue Markt in Frankfurt oder die Züricher Börse stehen für Winterheller als IPO an oberster Stelle. Rund 100 Millionen Mark (rd. 700 Millionen Schilling) soll der Börsengang in die ohnehin gefüllten Kassen spülen. "Wir haben genug Eigenkapital", sagte Winterheller. Von seinen Anteilen hergeben will er aber nur maximal 26 Prozent. Zusammen mit seiner Frau hält Winterheller 78 Prozent, der Venture Capital Fond HTA ist mit 10 Prozent beteiligt, die restlichen zwölf Prozent besitzen leitende Mitarbeiter. Die Cash Cow des 60 Mitarbeiter zählenden Softwarehauses, das rund 2500 vorwiegend Klein- und Mittelbetriebe als Kunden zählt, soll das internetfähige Programm myBudget werden, das bei der Unternehmensplanung -und steuerung eingesetzt wird. (jake, DER STANDARD, Printausgabe 22.11.2000)