Wien - Harald Fischl (42) steht möglicherweise vor der Rückkehr in den Nationalrat. Am 27. Oktober war der Steirer aus Protest gegen seine Parteifreunde und vor allem den damaligen Landesparteiobmann Michael Schmid als Abgeordneter zurück getreten. In der Folge war er aller Parteiämter enthoben, später aber rehabilitiert worden. Nun soll er das Mandat des in die steirische Landesregierung gewechselten Leopold Schöggl übernehmen. Angelobt wurde er am Mittwoch nicht. Er müsse "aus privaten und gesundheitlichen Gründen" überlegen, ob er das Mandat annehme. Fischl hatte mit seinem Rücktritt am 19. Oktober die Konsequenzen aus der Zerstrittenheit der steirischen Landespartei nach der Wahlniederlage vom 15. Oktober gezogen. Behalten hatte er lediglich die Funktion als Bezirksobmann der FPÖ Fürstenfeld. Diese Funktion hat ihm Parteichefin Susanne Riess-Passer rund eine Woche später entzogen. Der Sonderparteitag am 4. November hat Fischl dann die Rehabilitation gebracht. Er habe innerparteilich keine Probleme, sagte er auch am Mittwoch. Ob er das Mandat wieder annehme, wolle er aber erst in den kommenden Tagen entscheiden. Am Beginn der Mittwoch-Sitzung des Nationalrates war Fischl von Präsident Heinz Fischer jedenfalls als Nachfolger Schöggls genannt worden. (APA)