Wien - Die Preise für Diesel haben laut ÖAMTC neue Rekordwerte erreicht. Wie der Autofahrerklub mitteilte, sind die Höchstpreise für Diesel am Donnerstag um 36 Groschen gestiegen und haben mit 12,85 S (0,934 Euro) ihr absolutes Hoch erreicht. Bei den drei Benzinsorten gab es keine Erhöhung. Die Höchstpreise für Eurosuper liegen damit weiter bei 13,80 S, jene für Super Plus bei 14,75 S und für Normalbenzin bei 13,55 S. Der ÖAMTC rät weiterhin, Preise genau zu vergleichen. Bei Diesel könnten so mittlerweile 1,80 S je Liter gespart werden. Da die Dieselpreise zu Wochenbeginn fast 50 Groschen über dem EU-Durchschnitt lagen, sei die heutige Preiserhöhung "besonders ärgerlich", sagte ÖAMTC Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau am Donnerstag. Zunächst seien die Mineralölkonzerne am Mittwoch ihrer Vereinbarung mit dem Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V), die Preise nicht mehr als 40 g über dem EU-Schnitt zu halten, kurzfristig nachgekommen, indem sie ihre Höchstpreise für Diesel um 10 g senkten. Nach der Erhöhung würden die Preise vermutlich aber für den Rest der Woche weit außerhalb des Preisbands liegen. Die Vereinbarung zwischen OMV und Wirtschaftsminister werde mit dieser Strategie systematisch untergraben, kritisierte Brugger-Brandau. ARBÖ: Diesel seit 1998 um 50 Prozent gestiegen Laut ARBÖ liegt der nunmehrige Dieselpreis mit 12,85 S (0,934 Euro) bereits 50 Prozent über dem Preis von 1998 (8,49 S) und 40 Prozent über dem Wert von 1999 (9,16 S). Die permanente Auf und Ab im Preiskarussell erhöhe mittlerweile den Unmut in der Bevölkerung. Immerhin betrage der Anteil der Dieselfahrzeuge in Österreich rund 60 Prozent. (APA)