Die neue Regelung der Telefon-Grundgebührenbefreiung, die mit 1. Jänner 2001 in Kraft treten soll und nun auch für alternative Festnetz- und Handybetreiber gilt, könnte für die rund 300.000 Anspruchsberechtigten eine Verschlechterung bringen, befürchtet die Arbeiterkammer (AK). Der Gesetzesvorlage, die heute, Donnerstag, im Parlament behandelt wird, fehle jede Rechtssicherheit, da nicht klar sei, wie viel Geld für jeden einzelnen Befreiten zur Verfügung stehe, wie man konkret den Telefon-Betreiber wechseln könne oder für welche Tarifmodelle die Befreiung gelte. Verordnung des Finanzministers Die Höhe des Zuschusses sei im Gesetzesentwurf nicht enthalten, darüber müsse erst der Finanzminister über eine Verordnung entscheiden, berichtete der Leiter der AK-Abteilung Konsumentenpolitik Harald Glatz gestern, Mittwochabend, bei einem Pressehintergrundgespräch. 750 Millionen Der Bund hat für 2001 rund 750 Mill. S für die Grundgebührenbefreiung budgetiert, womit jedem Anspruchsberechtigten monatlich rund 200 S zustehen. In den vergangenen beiden Jahren wurden 900 Mill. S jährlich aufgewendet, wodurch jeder Befreite 250 S im Monat bekam. Das Infrastrukturministerium begründet den Rückgang mit billigeren Telefongebühren nach der Liberalisierung des Telefonmarktes. (APA)