Wien - Die Gewerkschaft der Kriminalbeamten protestiert gegen "unqualifizierte" Vorwürfe der FPÖ in der so genannten Spitzelaffäre. Das geht aus einem Brief an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und Innenminister Ernst Strasser hervor, der am Donnerstag bekannt wurde. Die Kriminalbeamtengewerkschaft hat sich gestern mit den bisherigen Ermittlungen beschäftigt und weist die "aller Grundlagen entbehrenden Vorwürfe gegen Strasser, den Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, und die in der Sonderkommission tätigen Beamten" entschieden zurück. Die Vorwürfe seien geeignet, "das Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtsstaatlichkeit zu untergraben", betonen die Kriminalbeamten. "Wir fordern, die Beamten ihrem Diensteid entsprechend objektiv, sachlich und ohne jeglichen parteipolitischen Druck, die Ermittlungstätigkeiten durchführen zu lassen. Das Urteil darüber sollen dann unabhängige Gerichte sprechen", heißt es in einer Aussendung. (APA)