Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) beteiligt sich mit einem Betrag von zehn Millionen Schilling am Versöhnungsfonds für ehemalige Zwangsarbeiter des nationalsozialistischen Regimes. Dies hat der Vorstand des Verbandes beschlossen. Es sei dies ein "freiwilliger und bewusster Solidaritätsbeitrag des Verbandes". Der Beschluss zu diesem Solidaritätsakt sei "im Interesse Österreichs" gefallen - "ungeachtet der Tatsache, dass einerseits zahlreiche Mitgliedszeitungen des Verbandes unter der Naziherrschaft in Österreich selbst Opfer des Regimes waren, weil die Träger der Verlage selbst enteignet und verfolgt worden sind, und andererseits die meisten Zeitungs- und Magazintitel überhaupt erst nach 1945 gegründet wurden". Dem Verband Österreichischer Zeitungen gehören insgesamt 82 Tages- und Wochenzeitungen sowie Magazine an. Bereits im Oktober hat das ORF-Kuratorium einstimmig einen Solidaritätsbeitrag beschlossen: Der öffentlich-rechtliche Sender zahlt ebenfalls zehn Millionen in den Zwangsarbeiterfonds ein.(APA)