Peking/Hamburg - Der Mount Everest wandert nach einem Bericht chinesischer Wissenschaftler jährlich um rund sieben Zentimeter nach Norden. Der mit 8.848 Metern höchste Berg der Erde entferne sich langsam von der Grenze zwischen Nepal und der chinesischen autonomen Region Tibet, berichtete das Staatliche Amt für Messungen und Karten nach chinesischen Medienberichten. "Das sind normale Bewegungen in der Region Tibet und Indien", sagte Prof. Rainer Kind vom Geo-Forschungs-Zentrum (GFZ) in Potsdam. Verantwortlich seien Bewegungen der riesigen Platten der Erdkruste auf dem halbflüssigen Untergrund des Erdmantels. Mit der langsamen Verschiebung der Indischen unter die Eurasische Platte verändere der gesamte Himalaja seine Position. Mit Satelliten könnten die Bewegungen immer genauer gemessen werden, sagte Kind. (APA)