Wien - Ab Jänner 2002 ist der Euro offizielles Zahlungsmittel; nur mehr bis zum 28. Februar 2002 kann man dann noch mit Schilling bezahlen. Zeit also für die Unternehmen, Buchhaltung und Rechnungswesen Euro tauglich zu machen. Diese Vorbereitungen, so eine Studie von Cap Gemini Ernst & Young, gehen nur zögerlich voran; die Wissens-und Informationslücken zu den Übergangsregelungen sind groß. Viele der 1000 befragten Unternehmen aus dem Eurogebiet haben sich mit dem Problem noch nicht beschäftigt. Österreich schneidet in der Untersuchung am besten ab. 45 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass in ihrer Buchhaltung bereits der Euro als Grundwährung Einzug gehalten hat.

Auch in Bezug auf einzelne Wirtschaftszweige ergaben sich große Unterschiede. In der Fertigung, wo oftmals ganze Zulieferketten auf einem Schlag eurofähig gemacht werden müssen, ist die Umstellung am weitesten fortgeschritten. Ein Drittel der Unternehmen verwenden den Euro dort bereits als Buchungswährung; ebenso bei den Banken und im Telekomsektor. Behörden und Verwaltungen bilden mit fünf Prozent das Schlusslicht.Es wird erwartet, dass es im 2. Quartal 2001 aufgrund von Umstellungen von Großunternehmen und ihrer Zulieferer zu einer Art "Dominoeffekt" kommen wird. (ruz)