Wien - Die österreichische Filmemacherin Käthe Kratz hat, wie erst jetzt bekannt wurde, bei der 24. Duisburger Filmwoche (6. bis 12. November), dem Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms, den mit umgerechnet 14.000 Schilling (1.017 Euro) dotierten Publikumspreis gewonnen. Ausgezeichnet wurde ihr Film "Abschied ein Leben lang", in dem drei jüdische Emigrantinnen von ihrer Jugend in Wien erzählen. Die drei Emigrantinnen, die heute alle in den USA leben, berichten in "Abschied ein Leben lang" von ihrem Alltag vor dem Anschluss, von Flucht und Exil. Das Film steht in Verbindung mit dem von Kratz mitinitiierten Projekt "Verlorene Nachbarschaft", bei dem 1998 die ehemalige Synagoge in der Neudeggergasse in Wien-Josefstadt nachgebildet wurde. Der von Extrafilm produzierte Streifen verbindet die Erinnerungen der Frauen mit Bildern vom "Wiederaufbau" der Synagoge und den kulturellen Veranstaltungen, die rund um das Projekt "Verlorene Nachbarschaft" stattfanden, mit Spaziergängen der Zeitzeuginnen durch ihre verlorene Heimat und Besuchen in früheren Wohnungen. (APA)