Das Oberlandesgericht München (OLG) und die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln stöhnen zur Zeit unter einer unerwarteten Flut von Anfragen. Grund dafür ist die über das Internet verbreitete Mitteilung eines Unbekannten, wonach ARD und ZDF über eine Milliarde Mark an Überschüssen erwirtschaftet hätten und nun Geld an die Fernsehzuschauer zurückzahlen müssten, teilte das OLG mit. Per E-Mail heißt es, jeder TV-Teilnehmer, der in den Jahren 1997 bis 1999 an die Kölner GEZ gezahlt habe, könne 120 Mark, umgerechnet rund 844 Schilling, zurückerhalten. Das habe das - nicht existente - OLG in Augsburg entschieden und sei vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigt worden, heißt es in dem massenweise verschickten Mail. Ein Formular für die Rückerstattung sei dem Schreiben des Witzbolds praktischerweise gleich beigefügt. Seither können sich GEZ und OLG nach eigenen Angaben vor Anrufen und Briefen nicht mehr retten. Dies sei aber sinnlos, betonte das Gericht am Freitag. Die GEZ war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (APA/Reuters)