Wien - Der US-Softwarehersteller Novell (Provo/Utah) hat im vierten Quartal 1999/2000 (August bis Oktober) ein deutlich schlechteres Ergebnis als im Vorjahr verzeichnet. Ohne Berücksichtigung von außerordentlichen Posten sei nur die Gewinnschwelle erreicht worden, teilte Novell mit. In den drei Monaten zum 31. Oktober 1999 betrug der Gewinn je Aktie 17 Cents nach 21 Cents im vierten Quartal des vergangenen Fiskaljahres. Der Umsatz sei um 21 Prozent auf 273 (Vorjahr 344,5) Millionen Dollar gesunken. Dies liege einerseits am Rückgang im Software-Box Geschäft sowie an den starken Umsätzen im Quartal der Vorjahresperiode auf Grund von Aufträgen im Zusammenhang mit der Jahr-2000-Umstellung. Für das Fiskaljahr 2000 (per 31. Oktober 2000) weist Novell einen um neun Prozent rückläufigen Umsatz von 1,16 Mrd. (1,375 Mrd. Euro/18,92 Mrd. S) nach 1,27 Mrd. Dollar aus. Der Gewinn nach Steuern wird mit 49 Mill. Dollar angegeben. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar nach 191 Mill. Dollar bzw. 0,55 Dollar je Aktie. Bereits im Vorfeld angekündigte Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 48 Mill. Dollar im vierten Quartal hätten zu einem Verlust von 0,11 Dollar je Aktie auf bereinigter Basis geführt. Ohne die Auswirkung dieser Maßnahmen erreichte das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis, heißt es. "Das Fiskaljahr 2000 war für Novell ein besonders schwieriges Jahr", erläutert Eric Schmidt, Novell Vorstandsvorsitzender und CEO. Es sei von starken Rückgängen im traditionellen Software-Box Geschäft gekennzeichnet gewesen. Die Zuwächse im Bereich Net Services Software hätten sich nicht rasch genug entwickelt, um diesen Rückgang auszugleichen. Dieser Bereich soll weiter ausgebaut werden, Novell möchte sich insbesondere bei E-Business-Plattformen positionieren. Auch sei Novell dabei, seine Vermarktungswege mit Partnern, die Novells Net Services Software als Basis für E-Business-Lösungen vertreiben und unterstützen umzustrukturieren und zu erneuern. Für das gesamte kommende Jahr sind Investitionen für die Entwicklung neuer Content Exchange Services und damit verbundene Ausgaben in Höhe von etwa 65 Mill. Dollar geplant. (APA)