Eisenstadt - Ein Mitglied der FPÖ Burgenland bezichtigt FPÖ-Klubchef Wolfgang Rauter des Griffs in die Parteikasse sowie brutaler Methoden gegen einen innerparteilichen Konkurrenten. Der Mann erhebt diese Vorwürfe in einem Schreiben an FPÖ-Parteiobmann Stefan Salzl und erklärt gleichzeitig seinen Austritt aus der blauen Riege: "Verschiedene Machenschaften der Parteiführung, insbesondere des vormaligen Parteiobmannes und derzeitigen Klubobmannes, machen es mir unmöglich, mich weiterhin zur Freiheitlichen Partei zu bekennen." Rauter selbst sagt, die Vorwürfe seien "erstunken und erlogen". Für Rauter ist es "offensichtlich eine der üblichen Verleumdungskampagnen vor einer Wahl, das erlebe ich vor jeder Wahl". Beim letzten Mal habe man ihm Steuerhinterziehung vorgeworfen, erinnert er sich. Der FPÖ-Politiker glaubt auch, dass der Mann, den er seit längerem kennt, "ein persönliches Problem" mit ihm hat. Ob er gegen den Kritiker rechtliche Schritte einleiten wird, konnte Rauter vorerst nicht sagen. "Kein Dienstwagen" So behauptet das im Unfrieden scheidende FPÖ-Mitglied, dass Rauter in seiner Zeit als Landesrat ein Auto mit der Aufschrift "Kein Dienstwagen" gefahren sei, die Rechnungen dafür aber der Partei vorgelegt und damit die Öffentlichkeit getäuscht habe. Rauter dazu: Die FPÖ habe die Aufschrift "Kein Dienstwagen" bezahlt, den Wagen selbst habe er selbstverständlich privat finanziert. Ein weiterer Vorwurf: Die Provisionen für Inserate in der FPÖ-Parteizeitung kassiere die Frau Rauters. Der FPÖ-Klubchef dazu: "Meine Frau hat für ihre Tätigkeit nie etwas bekommen, sondern das Geld in der Partei belassen." Nach Ansicht Rauters erübrigt sich der angedrohte Parteiaustritt seines Kritikers. Der Mann habe seit drei Jahren keinen Mitgliedsbeitrag bezahlt und sei damit automatisch nicht mehr Mitglied. (APA)