Hamburg - Der 83-jährige Kirk Kerkorian weiß sich Respekt zu verschaffen. Der Milliardär aus dem amerikanischen Spielerparadies Las Vegas wurde auch schon als "Terminator" bezeichnet - ein Zerstörer, wie Arnold Schwarzenegger ihn spielte. Sich in ein Unternehmen einkaufen, Unruhe stiften, mit Übernahme drohen und sich dann von Unternehmen mit riesigem Gewinn auszahlen lassen - diese Philosophie machte den Selfmademan Kerkorian reich. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" schätzt sein Vermögen auf rund 7,8 Mrd. Dollar (9,28 Mrd. Euro/127,7 Mrd. S). Nach oben Glitzernd wie die Metropole Las Vegas im Wüstenstaat Nevada ist das Leben des Mannes, dessen Vorfahren aus Armenien stammen: Boxer, Automechaniker, Fluglehrer, Unternehmer, Spekulant und Großaktionär. Kerkorians Lebensweg kennt nur eine Richtung: nach oben. Armut in der Kindheit weckte in Kerkor - später amerikanisierte er seinen Vornamen - den eisernen Willen zum Erfolg. 1990 engagierte sich der ehrgeizige Finanzier beim US- Autohersteller Chrysler. Damals erstand er bei dem kriselnden Konzern günstig einen Anteil von fast zehn Prozent, den er zeitweise noch erhöhte. Fünf Jahre später scheiterte ein Übernahmeversuch des Unternehmens, den Kerkorian zusammen mit dem ehemaligen Chrysler-Chef Lee Iacocca eingefädelt hatte. Im Mai 1998 zählte Kerkorian sicherlich zu den Gewinnern: An der transatlantischen Fusion von Daimler und Chrysler verdiente der Großaktionär ausgezeichnet. (APA/dpa)