Wien - Zur unlängst von Wiens Kulturstadtrat Peter Marboe (V) wieder ins Spiel gebrachten Überlegung, die Spielorte Theater an der Wien und Volksoper miteinander zu tauschen, meinte Volksopern-Direktor Dominique Mentha in einer Aussendung in einer Aussendung am Dienstag, er stünde dem Projekt "skeptisch abwartend" gegenüber. Die Idee, das Theater an der Wien wieder als Spielstätte für Mozart-Opern oder Operetten zu nutzen und das besser für moderne Beschallungsanlagen geeignetere Haus am Gürtel dem Musical zu widmen, wird immer wieder diskutiert. Bisher fand sich jedoch kein Kulturpolitiker, der den Häusertausch ernsthaft realisieren wollte. Starker Identitätswechsel Mentha erläuterte in seiner Aussendung: "Ein Häuser-Tausch mit dem Theater an der Wien wäre nicht nur ein starker Identitätswechsel, es müßte auch eindeutig geklärt werden, ob der gesetzliche kulturpolitische Auftrag im Sinne eines repräsentativen Repertoirebetriebs für Oper, Operette, zeitgenössischen Tanz und innovative Musik und der dafür nötige Personalstand der Volksoper aufrecht erhalten werden kann. Die künstlerische und organisatorische Eigenständigkeit der Volksoper Wien muss erhalten bleiben." Bisher habe er an der Aufwertung des jetzigen Standortes am Gürtel gearbeitet: "Wenn nun die Kulturpolitik eine solche grundsätzliche Veränderung wünscht, stehe ich natürlich als Gesprächspartner zur Verfügung. (...) Was die konkrete Durchführung betrifft, bin ich im Moment bei meinem Informationsstand eher skeptisch abwartend." (APA)