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Korelev - Russische Materialforscher der Forschungseinheit AO Kompozit haben ein Verbundmaterial entwickelt, das bis zu 1.200 Grad Celsius feuerfest ist und auch bei hohen Temperaturen keine giftigen Dämpfe produziert. "Mineplen" (mineralisches, nicht entflammbares Plastik) soll sich auch zur Auskleidung von kleinen Räumen wie Bahnwaggons, Aufzugkabinen, Bootsinnenräume, in denen bereits kleine Feuer zur Katastrophe führen können, eignen. Mineplens Vorgänger-Werkstoffe entstanden ursprünglich als Hitzeschild für Raketen, die durch die Reibung an der Erdatmosphäre extrem hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Basis des Kompositmaterials ist ein Glasfasergewebe: Wie Glas reagiert es nicht mit Sauerstoff, im Gegensatz dazu ist es aber flexibel und widersteht größerer Hitze, ohne zu zerschmelzen. Das Gewebe ist mit anorganischen Salzen imprägniert, die als Bindemittel agieren. Bei der Herstellung lässt sich Mineplen, im heißen Zustand in vielfältige Formen bringen, berichtet Boris Pronin, Leiter des Forschungsteams. Sein Team entwickelte auch die Produktionsgeräte, um Mineplen-Platten als Wandpanele in U-Bahn-Zügen einzusetzen. In Feuertests widerstanden die Panele der Hitze, bevor sie langsam verkohlten. In Kombination mit einer wärmeisolierenden Schicht in der Mitte dient ein "Mineplen-Sandwich" nicht nur als Brand-Barriere für den Notfall, sondern schirmt im Normalzustand auch gegen Kälte ab. (pte)