München - Begleitet von massiven Protesten der Umweltorganisation Greenpeace ist am Mittwoch in München die Diplomatische Konferenz zur Reform des internationalen Patent-Systems am Europäischen Patentamt zu Ende gegangen. Umweltschützer aus Italien, der Schweiz, Österreich, Deutschland und Finnland errichteten eine zwei Meter breite Stahlplatte vor dem Behördenbau. Damit protestierten sie gegen die Vergabe von Patenten auf Lebewesen und Gene, mit der sich die Konferenz jedoch nicht befasst hatte. Beim Versuch, Patentanträge auf Leben in den Sockel des Betonfundaments der Stahlplatte einzubetonieren, kam es zu einem Handgemenge mit der Polizei. Die Konferenz verabschiedete eine Entschließung, in der an alle Vertragsstaaten des Patentübereinkommens appelliert wird, die beschlossenen Änderungen so bald als möglich zu ratifizieren. Die geltenden Bestimmungen zur Software ließen die Delegationen unangetastet. Dadurch könnten die bereits eingeleiteten umfassenden Konsultationen zu diesem Thema abgeschlossen werden. (APA/dpa)