New York/Los Angeles - Der amerikanische Investor und DaimlerChrysler-Großaktionär Kirk Kerkorian hat das Unternehmen auf acht Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert Auszüge aus der Klage, die im Namen der Tracinda Corporation von Rechtsanwälten in Los Angeles und New York verfasst wurde. Tracinda ist Kerkorkians Investment-Gesellschaft und wurde nach seinen Töchtern Tracy und Linda benannt. Das Hauptquartier liegt in Beverly Hills im Bundesstaat Kalifornien. In der Klageschrift heißt es: "Herr Schrempp und seine Unternehmen haben die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde angelogen, sie haben den Vorstand von Chrysler angelogen, sie haben die Anleger angelogen, und sie haben Chryslers größten Einzelaktionär Tracinda angelogen." "Herr Schrempp wusste, dass Chryslers Topmanager und Aktionäre niemals ein Geschäft billigen würden, wenn er ihnen die Wahrheit erzählen würde, nämlich dass ein ausländisches Unternehmen die gesamte operative Kontrolle über einen der drei großen amerikanischen Autohersteller gewinnen wollte." "Hätte Herr Kerkorian die Wahrheit gewusst, hätte Tracinda niemals mit seinem ganzen Aktienpaket für die Fusion gestimmt." "Herr Schrempp hat den Chrysler-Aktionären ihr Wahlrecht bei der Fusion und ihren rechtmäßigen Übernahme-Zuschlag verweigert, und jetzt muss er gezwungen werden, für den Schaden, den er verursacht hat, zu zahlen und die Kontrolle über das Unternehmen, das er gestohlen hat, abzugeben." "Tracinda hatte niemals den Verdacht und hätte niemals die wahren Absichten der Beschuldigten aufdecken können, weil Herr Schrempp und DaimlerChrysler immer einen scheinbar gerechtfertigten geschäftlichen Grund fanden, um einen Chrysler-Manager zu entlassen oder zu versetzen." (APA/dpa)