Paris - Mit einer Übertragung von Nervenzellen haben französische Mediziner weltweit erstmals den Gesundheitszustand von drei an Chorea Huntington Erkrankten spürbar verbessert. Dies teilte der an dem Projekt beteiligte Wissenschafter Marc Peschanski am Mittwoch in Paris mit. Für die Transplantation wurden "sehr junge und sehr plastische Zellen" von Föten nach freiwilligen Schwangerschaftsabbrüchen genommen und in den von der Nervenkrankheit betroffenen Teil des Gehirns injiziert, erläuterte der Peschanski. Die Nerven-Transplantation sei an insgesamt fünf Kranken vorgenommen worden, wobei drei darauf wie erhofft reagiert hätten, erklärte Peschanski. Der vierte habe nur vorübergehend Besserung gezeigt, und der Gesundheitszustand des fünften habe sich weiter verschlechtert. Die ersten der artigen Versuche seien Ende 1996 vorgenommen worden. Die schwere Nervenkrankheit Veitstanz wird auch Chorea Huntington genannt. Der Patient kann seine Muskeln immer weniger steuern und stirbt schließlich. (APA/dpa)