London - Bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Ebola sind amerikanische Forscher einen wichtigen Schritt voran gekommen. Nach einer neuartigen Kombinations-Impfung waren acht Javaner-Affen gegen die Ebola-Viren immun. Das berichten die Forscher im britischen Fachjournal "Nature" . Die Arbeitsgruppe von Gary Nabel (Nationale Gesundheits-Institute, Bethesda) hatte den Tieren Teile des Viren Erbguts injiziert. Anschließend wurden die Makaken (Macaca fascicularis) mit genveränderten Schnupfen-Viren geimpft, die ebenfalls Ebola-Erbgut enthielten. Alle acht Versuchstiere überlebten ohne Krankheitssymptome eine Infektion mit einer Dosis von Ebola-Viren, an der Vergleichstiere innerhalb einer Woche starben. Für die Versuche nutzten die Forscher einen Ebola-Stamm, an dem auch Menschen erkranken. Zwar sind vor einer Anwendung der neuen Methode in der Humanmedizin noch einige Fragen zu klären, schreiben Dennis Burton und Paul Parren vom Scripps Research Institute (La Jolla) in "Nature", dennoch eröffne die Arbeit Wege zur Bekämpfung der äußerst gefährlichen Filo-Viren, zu denen auch das Marburg-Virus gehört. ... und es wäre an der Zeit: Trotz internationaler Hilfe und eigener Bemühungen gelingt es Uganda nicht, die Ende September aufgetretende Ebola-Seuche in den Griff zu bekommen. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag in Kampala mit, dass vier weitere Menschen an der Virus-Infektion gestorben sind. Damit hat sich die Todeszahl auf rund 150 erhöht. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den strikten Hygiene-Richtlinien der Regierung zu folgen. So sind etwa die traditionellen Waschungen von Verstorbenen verboten.(APA/red)