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Berlin - Die Buche hat sich in den letzten Jahren zum Pflegefall im deutschen Wald entwickelt. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Waldschadensbericht hervor. Auch insgesamt hat sich der Anteil der Flächen leicht erhöht, auf denen die Bäume deutliche Schäden aufweisen. Der parlamentarische Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Gerald Thalheim, schränkte diese Aussage aber dahingehend ein, dass sich die Erhöhung im "sehr engen, statistisch nicht gesicherten Bereich" bewege. Seit Einführung der Waldschadenserhebung 1984 sei der Anteil der Buchen an den kranken Bäumen angestiegen, berichtete das Ministerium. Der Flächenanteil der deutlichen Schäden liege nun über 40 Prozent. Bei der Eiche dagegen sei der Anteil bis 1997 gestiegen, inzwischen aber deutlich zurückgegangen. Er betrage noch 35 Prozent. Gefährdungspotenzial Die Ergebnisse der Bodenzustandserhebung belegen den Angaben zufolge, "dass nach wie vor ein hohes Gefährdungspotenzial für den Wald besteht". Zwar seien die Eintragsraten von Schwefel seit Anfang der achtziger Jahre drastisch, auf ostdeutschen Waldflächen bis zu 85 Prozent zurückgegangen. Aber bei den Stickstoffeinträgen und den Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft verlaufe die Entwicklung "unterschiedlich". Die in Deutschland gemessenen Werte gehörten zu den höchsten in Europa. "Nach bisherigen Erkenntnissen sind auf 90 Prozent der Dauerbeobachtungsflächen langfristige, stickstoffbedingte Veränderungen unter anderem in der Zusammensetzung der Bodenvegetation zu befürchten", warnte das Ministerium. Die Forstwirtschaft könne den Wald retten helfen, wenn sie an die Standortverhältnisse angepasste Baumarten anbaue und die Wälder strukturreich und "ungleichaltrig" gestalte. (APA/AP)