Moskau - Wegen der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung will die russische Regierung das Wrack des verunglückten Atom-U-Boots "Kursk" auf jeden Fall bergen. "Ein Boot mit Atomreaktoren darf nicht in der Barentssee liegen, in der Fischfang betrieben wird", sagte Vizeregierungschef Ilja Klebanow am Donnerstag in Moskau. In den kommenden zehn Jahren sei kein Entweichen von Radioaktivität aus der "Kursk" zu erwarten, betonte er. Doch nicht auf Jahrhunderte sicher Unmittelbar nach dem Untergang im August hatten russische Offizielle zunächst versichert, die beiden Reaktoren der "Kursk" seien "auf Jahrhunderte" sicher. Umweltschützer hatten zudem gewarnt, gerade bei einer Bergung des schwer beschädigten Wracks könne radioaktives Material ins Wasser gelangen. Die "Kursk" war am 12. August aus bisher ungeklärter Ursache in der Barentssee untergegangen. Alle 118 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Im nächsten Sommer Die Bergung des Wracks im Sommer 2001 werde etwa 80 Millionen Dollar (92,5 Mill. Euro/1,273 Mrd. S) kosten, sagte Klebanow. Das Projekt soll bis Ende dieses Jahres gebilligt werden. Für das technisch komplizierte Vorhaben wurde ein internationales Konsortium gegründet. Mitglieder sind das russische Konstruktionsbüro Rubin, das die "Kursk" entworfen hatte, der amerikanische Öltechnikkonzern Halliburton sowie zwei niederländische Firmen. Halliburton hatte bereits bei der Bergung von Leichen der "Kursk"- Besatzung in Oktober und November mitgearbeitet und die Tauchausrüstung gestellt. (APA/dpa)