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Foto: APA/Pfarrhofer
Wien - Das Budget der Wiener Frauenhäuser wird im kommenden Jahr um 10,7 Millionen Schilling auf 49,7 Mill. S aufgestockt. In der Sitzung des zuständigen Gemeinderatsausschusses wurden laut Frauenstadträtin Renate Brauner (S) am Freitag auch 23 Subventionsanträge Wiener Frauenvereine für das nächste Jahr beschlossen. Hier erhöht sich das gesamte Subventionsbudget für 2001 von 14 auf 18 Mill. S. Für Brauner ist die Tatsache "besonders erfreulich", dass "wir das Budget für die Frauenvereine deutlich erhöhen können. Und das ist in einer Zeit, in der viele Wiener Organisationen Budgetkürzungen vom Bund zu erwarten haben, überlebensnotwendig". Die Stadt Wien versteht sich Brauner zufolge auch in schwierigen budgetären Situationen als "Partnerin der Frauen". Man habe aber nicht nur eine Erhöhung des Budget für die vielen Fraueneinrichtungen in Wien erreicht, sondern man bemühe sich auch, alle Förderansuchen so rasch wie möglich abzuwickeln. "Bezeichnend" ist für Brauner, dass die FP-Fraktion die Mehrheit der Förderanträge für Frauenprojekte abgelehnt habe. Umbenennung Erfreut zeigt sich die Grüne Frauensprecherin Jutta Sander über die breite Subventionierung von 'Frauen'-Projekten in Wien, die im Jahr 2001 Anti-Gewalt-Arbeit verstärken werden, wobei sie konkret auch das Projekt der Männerberatung hervorhebt. "Mittlerweile werden etwa vier Fünftel des Budgets der MA 57 - Frauenabteilung - für die Sanierung von Folgen männlicher Gewalt verwendet", stellt die Grüne Gemeinderätin fest. "Eigentlich müsste, auch zur gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung, der Titel der MA 57 von 'Frauenabteilung' auf 'Männergewalt-Sanierungsabteilung' umbenannt werden", ergänzt die Grüne Frauensprecherin. "Es ist erfreulich, dass es nun ein paar Millionen mehr für Frauenprojekte gibt, von einer vorwärts gerichteten Frauenoffensive kann aber leider weiterhin keine Rede sein", schließt Jutta Sander. (APA/red)