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Sacramento/Kalifornien - Immunologen der UC Davis School of Medicine and Medical Center in Sacramento haben festgestellt, dass die Zugabe der Grünalge Spirulina zu kultivierten Immunzellen eine verstärkte Produktion von Zytokinen (Immunmodulatoren) bewirkt. Somit könnte Spirulina eine Schutzfunktion gegen eindringende Pathogene und Parasiten ausüben und eine Zunahme von Entzündungsfaktoren bewirken. Diese Faktoren schützen den Körper vor Infektionen und schädlichen Mikroorganismen. "Durch die Zugabe der antioxidantien-, vitamin- und mineralstoffreichen Grünalge steigen die Zytokine wie Interferon-g um 13,6 Prozent, Interleukin-1b und Interleukin-4 um 3,3 Prozent", erklärte Erich Gershwin. Im Körper bewirkt eine bevorzugte Zunahme von Interferon-g gegenüber Interferon-4 eine verstärkte zelluläre Immunantwort. "Dadurch kommt es zu einer verstärkten T-Zellen- und Antikörper-Aktivität, die in Zusammenarbeit mit anderen Immunzellen eindringende Mikroorganismen "entsorgen", so der Immunologe. Im Versuch versetzten die Forscher mononukleare Blutzellen von zwölf gesunden Personen mit Spirulina in Puderform und maßen 72 Stunden später die Veränderung des Zytokin-Status. Mononukleare Zellen enthalten Immunfaktoren, wie Makrophagen, Monozyten, Lymphozyten, T- und B-Zellen, die gemeinsam das zelluläre Immunsystem darstellen. Durch diese neuen Erkenntnisse könnte in Zukunft besser verstanden werden, wie Nahrungsmittel, die Grünalgen enthalten, das Immunsystem stärken und welchen positiven Nutzen diese als Nahrungsergänzungsmittel haben. In einem weiteren Schritt soll der positive Effekt außerhalb des Labors bewiesen werden. Spirulina werden seit rund 20 Jahren als Nahrungsergänzung in der menschlichen Ernährung verwendet. Sie wachsen vorzugsweise in Seen mit äußerst hohen pH-Werten und werden in getrockneter Form als Tabletten oder Puder verkauft. Bereits 1986 konnte gezeigt werden, dass eine Diät, die diese Grünalge beinhaltet, bei Übergewichtigen zur Gewichtsreduktion führt. (pte)